Den Tabellenführer geärgert und doch am Ende enttäuscht.

SG Kurort Hartha 2 – vs. – SV Niederau 2.      26:27 (17:8)

 

„Einen 9-Tore Vorsprung zur Halbzeit am Ende noch verspielt, was ist denn da passiert?“ Nun ja,

so könnte man fragen, wenn man das Spiel nicht gesehen hat. Alle die es gesehen haben werden

wie der Schreiberling mit gemischten Gefühlen auf die Partie vom Sonntagnachmittag zurück schauen.

Ausgangslage: der Tabellenführer tritt mit voller Kapelle an,zwar mit einer Niederlage im letzten Spiel aber

trotzdem voll motiviert und klarer Favorit. Hartha dagegen musste auf vier Akteure aus dem Stammkader

verzichten. MV Kropp konnte seine Mannschaft mit Spielern der zuvor siegreichen A-Jugend auffüllen,

wobei P. Rademacher zu seinem Debüt bei den Männern kam.Hartha wollte seine Rolle als „Underdog“

annehmen und die Gäste überraschen.

Die netzten zwar als Erste ein, dann aber folgte eine Halbzeit, die man von der Zweiten in dieser Form

noch nicht gesehen hatte. Der Tabellenführer bekam keinen Fuß mehr auf den Boden. Die Abwehr stand

gut gegen den Ball, ging doch ein Wurf durch den Block war Torwart R. Kühn zur Stelle. Vom 5:1 ging es

über 8:4 zum 12:6. M. Miersch gelang es, das Angriffsspiel schnell und variabel zu gestalten. Besonders

Weise profitierte davon und konnte immer wieder aus dem Rückraum einnetzen.

Und auch die Außenspieler konnten gegen die körperbetonte Abwehr der Gäste immer wieder gut in Szene

gesetzt werden, besonders B. Grahl machte ein sehr gutes Spiel und ließ dem gegnerischen Torhüter wenige

Chancen.Die letzten zehn Minuten lief der Tabellenführer fasst planlos gegen die Abwehrreihe der Gastgeber

an, die wiederum ihre Angriffe zumeist konzentriert und präzise abschlossen. Ergebnis und Lohn des Ganzen

war der Halbzeitstand von 17:8!

So hätte es weiter gehen können, aber zwei Dinge standen dem im Wege: Zum einen wurde Aufbauspieler

M. Miersch für seinen Einsatz im wegweisenden Spiel der 1. Männer nun geschont. Zum anderen hatte der

Tabellenführer seine Qualität noch nicht gezeigt. Diese aber rief er in der zweiten Hälfte ab. Hartha stellte auf

einigen Positionen um und konnte die Qualität des ersten Durchganges sowohl im Angriff als auch in der

Abwehr nicht halten. Das lag vor allem in der Art und Weise, wie nun der Abschluss gesucht wurde.

Statt die Angriffe bis zum passenden Moment auszuspielen, wurde nun zu schnell und auch unpräzise

abgeschlossen. Jeder Fehlwurf in die Arme des Torhüters bedeutete gleichzeitig einen Konter der Niederauer.

Die witterten mit jedem Tor, das sie aufholten ihre wachsenden Chancen. Hartha kam über den Kreis zu

wichtigen Toren, aber insgesamt fehlte es an Cleverness und Durchschlagskraft.Mit der Einwechslung von

V. Hasselbusch kam frischer Wind in die Partie und Hartha gelang es sich zu stabilisieren. Ab dem 21:21 war

es dann ein offener Schlagaustausch.

In der Schlussphase bekam der Tabellenführer zwei seiner drei Strafwürfe zugesprochen, die er sicher verwandelte.

Hartha hatte beim Stand vom 26:27 eine Minute vor Schluss die Chance, wenigsten einen sicherlich verdienten

Punkt zu erkämpfen, aber wieder fehlte es an der nötigen Präzession und Cleverness. So kam der Gegner zu leicht

in Ballbesitz und hielt diesen bis zum Schlusspfiff in seinen Reihen.

Angesichts des Spielverlaufs ist es eine bittere Niederlage, die zum einen zeigt, was möglich ist, aber auch wo

Schwachstellen liegen. Verloren hat das Spiel die Mannschaft zusammen,

 

gewonnen hat Niederau dank seiner hohen spielerischen und kämpferischen Qualität. Nächste Woche kommt

dann der Tabellenzweite, HSV Lok Pirna Dresden 4. ins BSZ. Auch in diesem Spiel ist Hartha nicht der Favorit,

wenn sich die Mannschaft aber ein Herz fasst, ist vielleicht wieder eine Überraschung möglich,

und dann auch ein Punktgewinn.




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