Das Wochenende der verlorenen Unentschieden…

ESV Dresden III – SG Kurort Hartha II          22:22 (11:15)


… so würde es in der Chronik stehen, so denn jemand sie akribisch führen würde. Macht aber keiner, und am Ende kann man mit dem einen Punkt sowohl in der Ersten als auch der Zweiten Mannschaft durchaus zufrieden sein (für die Chronik).

Entgegen der gewohnten Bedingungen hatten dieses Mal auf der Bank des Gegners mehr Akteure Platz genommen als auf der Harth’schen. Der personell geschrumpften Gastmannschaft stand eine in Erfahrung und Körpergröße weit überragende dritte Mannschaft der Dresdner Eisenbahner gegenüber. Co-MV Petzsch erinnerte sich in nostalgischen Rückblenden an die ersten Spiele, die er vor nunmehr 16 Jahren gegen Teile dieser Mannschaft bestritt. Und während er verletzungs- und verschleißbedingt zum wiederholten Mal „nur“ eine anleitenden Funktion wahr nahm, spielten die noch Erfahreneren auf der anderen Seite, Respekt.

MV Kropp (der ein ähnliches Schicksal teilt) warnte seine Truppe vor der Partie eindringlich vor der mit allen Wassern gewaschenen Heimmannschaft, die einen richtig guten Start nach ihrem Aufstieg hingelegt hatte. Doch da einige Gelenke doch eher knirschten, wollte man mit jugendlicher Frische und vor allen Dingen hohen Tempo das Spiel nach eigenen Vorstellungen gestalten. Und siehe da, es gelang recht gut. Die Gäste erzielten das erste Tor und bauten in der Folge ihre Führung systematisch aus. Dabei profitierte man von einigen guten Aktionen von Abwehr und Torwart und von einigen Nachlässigkeiten auf der Gegenseite. Bis zum 6:10 hatte man das Spiel voll unter Kontrolle. Einzig das Diskutieren mit den Schiedsrichtern, eigentlich das Vorrecht der älteren Gegners, trübte den Gesamteindruck. Beim 8:10 stockte der Motor ein wenig und beim Stand von 10:11 wurde die Gästebank kurz nervös. Aber Dank eines Zwischenspurts in Richtung Pause legten die Kurortler nochmals vor und gewannen die Halbzeit klar mit 11:15.

Diese nutzen die Mannschaften in erster Linie dazu, sich warm zu halten, denn im Lok-Schuppen schieb es kälter zu sein als draußen. Die Linie für den zweiten Durchgang war klar: weiter vorlegen und dem Gegner so den Zahn ziehen und ja keine zweite oder dritte Luft zulassen. Soweit der theoretische Rahmen, die Praxis dagegen enttäuschte. Der Gegner geriet in Unterzahl und Hartha verlor total den Faden. Im Angriff wurde entweder überhastet oder fahrig abgeschlossen. Der Gegner aber spielte in Unterzahl seine Außen frei, die sicher verwandelten. Auch in der kommenden Überzahl fanden die Gäste kein Mittel mehr gegen das ESV-Abwehr-Bollwerk. So stand es auf einmal 16:16 und man hatte genau die Situation, die eben nicht gewünscht wurden war. Es gestaltet sich nun eine härtere Partie, in der die Schiedsrichter alle Hände voll zu tun hatten, aber von ihrem Weg nicht abwichen. Insgesamt 11 Zeitstrafen (7 ESV, 4 SG) sprechen da eine recht deutliche Sprache. Allein es gelang den Männern um MV Kropp einfach nicht, Kapital daraus zu schlagen. Und mit dem Wurfglück aus Halbzeit Eins war es nun auch vorbei. Der nun offene Schlagabtausch wurde mit allen Mitteln geführt und die letzte Zeitstrafe im Spiel holten sich in der 59. Minute die Gäste ab. In Unterzahl und einem Unentschieden war sogar der eine Punkt noch in Gefahr. Doch glücklicherweise verloren die ESV’ler in ihrem letzten Angriff die Geduld und suchten zu schnell den Abschluss. Und leider konnten die Harthaer daraus kein Kapital schlagen. Den letzten Freiwurf währten die Gastgeber ab und so blieb es beim 22:22.

Nächste Woche erwartet Harthas zweite Vertretung in heimischer Halle zum letzten Spiel der Hinserie den TSV Bühlau – Bad Weißer Hirsch. Und am 12.12. reist die Mannschaft zum Bezirkspokal wieder in den zugigen Lokschuppen, um gegen den ESV Dresden II sein (Pokal-) Glück zu versuchen.




Kontakt

Thomas Petzsch

Tharandter Straße 4

01737 Fördergersdorf

Tel.: 0173 5887175

Mail: abteilungsleiterhandball@sg-kurort-hartha.de

Heimspielhalle

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