"Nun ist es ein Fehlstar..."

SG Kurort Hartha - Radeberger SV          26:29


Ambitioniert starteten die Harthaer Handballer in die Verbandsligasaison, die Mannschaft kämpfte sich durch eine anspruchsvolle Vorbereitung und das erste Spiel im Moltenpokal ließ trotz der Niederlage auf einen guten Einstieg hoffen.

Nach vier Ligaspielen ohne Punktgewinn hat sich dieses Bild nun leider relativiert. Das Spiel gegen den Aufsteiger aus der Ostsachsenliga ist Sinnbild für die kleine Misere, in welcher die erste Vertretung der Handballer aus dem Kurort stecken: Es mangelt nicht an Willen oder Einsatzbereitschaft, im Moment fehlt es an Kaltschnäuzigkeit und Effizienz.

Nach Anpfiff in der gut besuchten Halle des BSZ Freital gingen zunächst die Gäste in Führung. Hartha hielt dagegen, hatte aber nicht immer das nötige Wurfglück und geriet so weiter in Rückstand. Beim Stand von 2:5 für die Gäste ging endlich ein Ruck durch das Team und dank gut herausgespielter Chancen konnten sie den Anschluss wieder herstellen. Doch erneut häuften sich ausgelassene Gelegenheiten. Besonders über die Außen blieb der Torerfolg zu oft aus. Die Gäste setzten sich wieder etwas ab, aber die gute Abwehrarbeit im Zentrum der Gastgeber verhinderte schlimmeres. Mit der Einwechslung von S. Hasselbusch kam ein neuer Impuls in das Angriffsspiel der Kurortler. Kompromisslos wurde nun der Abschluss gesucht, wenn auch aus Sicht der Trainer etwas zu schnell. Stefan Amlang zeigt ein gutes Spiel und erzielte mit dem 8:7 die erste Führung für die SG. Die Partie war nun recht ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzten doch getragen vom Heimpublikum erspielten sich die Hausherren zum Pausenpfiff einen knappen Vorsprung von 12:11.

Diesen Vorteil nahm die Mannschaft auch in die zweite Hälfte mit. Trotz einer ausbaufähigen Chancenverwertung hatte man den Gegner jetzt im Griff und setze sich durch Tore aus dem Rückraum auf 17:13 ab. Dann aber ließ die Konzentration wieder nach. Besonders die Außenspieler des Gegners bekamen zu viele Gelegenheiten, bei denen der gut haltende Dominik Linde im Tor sein möglichstes gab. Doch auch er konnte die Aufholjagd der Gäste nur verlangsamen, nicht stoppen. Beim 19:19 bäumten sich die Spieler nochmal auf und bauten den Vorsprung nochmals auf 23:20 aus. Dann aber war vollkommen der Wurm drin. Die Gäste nutzten den ineffizienten Angriff der Harthaer aus und legten einen 0:5 Torelauf zum 23:25 hin. Mit der Hinausstellung von Bob Hoffmann erreichte die Schwächephase ihren Höhepunkt. Radeberg hatte nun das Heft des Handelns fest in der Hand, ohne handballerisch zu brillieren. Aber sie gaben es, genau wie ihren Vorsprung, nicht wieder her. Auch schauspielerisch bekam das Publikum nun einiges zu sehen von den Bierstädtern die so weitere Zeitstrafen bei den frustrierten Hausherren provozierten. Damit wurde eine möglich Aufholjagd der Harthaer von ihnen selbst im Keim erstickt und die Gäste nahmenschließlich beim Endstand von 26:29 die Punkte mit in die Bierstadt. MV Neumann fasste die Situation nach dem Spiel wie folgt zusammen: „Wir sind wieder an uns selbst gescheitert. Wir haben es nicht geschafft, die Führung bis zum Schluss zu behaupten. Wir müssen unser Spiel und besonders die Chancenverwertung in den Griff bekommen, sonst wird es für uns immer schwerer aus dem Tabellenkeller heraus zukommen!“

Die Gelegenheit dazu bietet sich am 24.10. um 18 Uhr bei der Mannschaft des TBSV Neugersdorf in der Oberlausitz.




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