Wie man ein eigentlich sicheres Spiel fast noch aus den Händen gibt…

HSG Freital/Wilsdruff – SG Kurort Hartha II          31:32


„Kein spielfrei am Feiertagswochenende“ hieß es für die Mannschaft von MV Kropp. Man war zu Gast bei der HSG in Freital zum Auswärtsspiel mit der kürzesten Anfahrt, zumindest vom beschaulichen Kurort aus gesehen. Da einige Stammkräfte ihre Arbeit nachgehen mussten und andere noch mit den Folgen des Heidenauspiels zu kämpfen hatten (vielen Dank für die seit 14 Tagen anhaltende Oberschenkelprellung), war MV Kropp dankbar für die Unterstützung aus dem Anschlusskader der 1. Mannschaft. Hofmann, Miersch und Schütze ergänzten den Kader der zweiten Vertretung. Auch Pollmer feierte seinen Einstand in dieser Saison auf der Platte. Auf Seiten der Gastgeber standen 11 Spieler parat, also schienen die Gäste ein wenig im Vorteil.

Und sie legten dementsprechend los. Schnell waren zwei Tore erzielt, der Gegner blieb aber dran und so entwickelte sich die erste Viertelstunde ein lustiges Schützenfest. Bis zum 6:10 enteilten die Kurortler zunächst, doch zu keiner Zeit im ersten Durchgang gelang es ihnen, den Freitlaer Rückraum Pötzsch in den Griff zu bekommen. Der netzte fröhlich einen Hüftwurf nach dem anderen ein und keiner in Harthas Deckungsverbund fand ein geeignetes Mittel gegen ihn. Da konnte MV Kropp noch so lautstark ein früheres Angehen fordern, es blieb aus. Im bisher sicheren Angriffsverhalten war plötzlich der Wurm drin, zu schnell und zu ungenau wurde nun der Abschluss gesucht. Und plötzlich stand es 10:10. Die Gäste fingen sich aber wieder, auch weil Seipt auf der Halbrechten ein starkes Spiel machte und der Abwehrverbund der Gastgeber auch nicht gerade mit Beton arbeitete. Zudem ging dem Top-Werfer der HSG ein wenig die Puste aus. So endete der erste Durchgang mit einem leichten Vorsprung 17:19 für Hartha, zufriedenstellend aber nicht überzeugend.

Die zweite Halbzeit begannen die Spieler aus Hartha mit mehr Druck und vor allem einer besseren Abwehr. Schütze setzte den Gegner früher unter Druck und Kühn im Tor schien sein Tor zugenagelt zu haben. Im Angriff lief es weiter gut zusammen, so dass die kommenden 15 Minuten aus Gästesicht die Besten des ganzen Spiels waren. Bis zum 19:27 konnten der Vorsprung ausgebaut werden. Damit sollte so ein Spiel eigentlich durch sein, aber die Spieler der HSG Freital/Wilsdruff zeigten eine riesige Moral und die der SG jede Menge Nerven. Im Angriff verließen sie die sichern Pfade der Spielzüge und gingen wieder zu hektischeren Einzelaktionen über. Daraus resultieren Fehler, die der Gegner in schnelle Gegenzüge ummünzte und Tor um Tor aufholte. Und auch aus dem Feld heraus gelang ihnen wieder mehr, Hartha aber immer weniger, zuviele Würfe landeten nun nur noch an Latte oder Pfosten. Auch eine Auszeit brachte nicht die erhoffte Wirkung. Beim 30:31 stand das Spiel auf Messers Schneide. In dieser Situation war es Miersch, der beim Strafwurf die Nerven behielt und sicher zum 30:32 verwandelte. Das letzte Tor aber gehörte den Gastgebern, die an diesem Tag wohl selbst ein wenig vom Spielverlauf überrascht waren. „Zum Glück fragt am Ende der Saison niemand mehr, wie wir unsere Punkte geholt haben. Dass wir sie haben, ist wichtig!“so Co-MV Petzsch nach dem Spiel in der Kabine. Das 31:32 ist glücklich, und beim nächsten Derby am kommenden Wochenende gegen den Absteiger aus der Bezirksliga, den Colmnitzer SV wird es sicher mehr als diese Leistung brauchen, um Punkte zu erstreiten.




Kontakt

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Tharandter Straße 4

01737 Fördergersdorf

Tel.: 0173 5887175

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Otto-Dix-Straße 2

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