Zu lange geschwächelt

HSV Weinböhla - SG Kurort Hartha          26:19


Zum ersten Ligaspiel der Verbandsligasaison 2015/16 reiste die 1. Männermannschaft der SG Kurort Hartha nach Weinböhla um dort gegen den Absteiger aus der Sachsenliga um die ersten Punkte zu kämpfen. Schnell wurde klar dass man in Weinböhla wieder tschechisch spricht, denn man wurde mit einen freundlichen „dobrý den“ begrüßt. Beide Vereine lieferten sich vor einigen Jahren in der Bezirksliga Sachsen-Mitte einige packende Duelle. Highlight aus Harthaer Sicht war der Pokalgewinn gegen die TuS Weinböhla im Jahr 2010. Seitdem gehen beide Vereine unterschiedliche Wege.    

Die Kurortler zeichnet aus, dass alle aktuellen Spieler der 1. Mannschaft in den Jugendmannschaften der SG spielten. Bei Weinböhla suchte man diese vergebens. Die letzten eigenen Talente wechselten im Sommer den Verein und stehen nun beim Sachsenligisten HVH Kamenz unter Vertrag. Nun suchte Weinböhla bei anderen Vereinen nach guten Talenten und durch Kontakte von Trainer Martin Kovar auch bei unserem Nachbarland Tschechien. Von Dukla Prag kam Torwart Tomás Suchý und aus der 2. tschechischen Liga Michal Fric von Lokomotiva Louny, aber auch vom Ligakonkurrenten Radebeul stellte sich Tim Krüger als starke Verstärkung dar. Bei Hartha konnte Felix Just wieder zur Mannschaft stoßen, aber das Trainerteam musste trotzdem auf drei Stammspieler wie Bob Hofmann, Tom Heinrich und Stephan Hasselbusch verzichten.

Nach dem Abgleich der Trikotfarben und der Seitenwahl begann Hartha auch dank der einführenden Worte des heimischen Hallensprechers: „Möge der bessere gewinnen und das sind wir.“ Äußerst motiviert. Hannes Ulbricht erzielte das erste Tor für die Gäste. Martin Miersch übernahm eine Manndeckung von Michal Fric um dessen individuelle Stärke ein zu schränken. Bis zum 4:4 in der 10. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen. Danach gelang den Kurortlern durch Treffer von Felix Just und einem verwandelten Strafwurf von Miersch eine Führung zum 4:7, die in der Folge durch gutes Kombinationsspiel auf 7:11 ausgebaut werden konnte und HSV-Trainer Kovar zur Auszeit zwang. Die Gastgeber stellten die Abwehr offensiv um und wieder spielte Michal Fric eine entscheidende Rolle. Die Führung der Harthaer schmolz nach und nach dahin und zur Halbzeit ging man mit einem Rückstand von 12:11 in die Kabine.

Das Harthaer Trainerteam appellierte daran an die ersten guten 25 Minuten anzuknüpfen. Doch diese Vorgabe konnte von der Mannschaft nicht umgesetzt werden. Erst in der 40. Minute gelang Philipp Pollmer das nächste Tor  für die Gäste. Da hatte Weinböhla bereits fünf Tore in Folge erzielt und führte mit 17:12. Hartha gab nicht auf und versuchte den Rückstand zu verringern konnte aber gegen den besseren Gegner und vor allem einen starken Michal Fric nur noch mithalten. Zu viele gute Chancen der Harthaer wurden zudem vom Weinböhlaer Tormann entschärft. Einige Pfostentreffer und vielen vergebenen Chancen später wurde den Harthaern klar, dass sie hier und heute keine Punkte mitnehmen dürfen. Stark, aber die lange Schwächephase von der 23. Bis zur 40 . Minute und die schlechte Chancenverwertung ließen keinen Punktgewinn zu. Der HSV Weinböhla gewann am Ende verdient mit 26:19. Mit fast der Hälfte der von Weinböhla erzielten Tore war dies vor allem der Verdienst des schon oft erwähnten Michal Fric.

Auf das Trainerteam wartet nun einige Arbeit um im Training wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Diese können die Harthaer am Sonntag den 20.09. um 17 Uhr im BSZ Freital gegen die Spielgemeinschaft Zabeltitz/Großenhain unter Beweis stellen. Dann treffen zwei Mannschaften mit gleichen Visionen aufeinander. Durch eigene Jugendarbeit zum Erfolg, nicht um jeden Preis.


Sven Lehmann (TW), Dominik Linde (TW), Martin Miersch (0/1), Falk Gaube (4), Felix Just (5),  Stefan Michel (1), Philipp Pollmer (1), Hannes Ulbricht (4), David Fritzsche, Marcel Köchel, Richard Schütze, Stefan Amlang (3)  




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