Hartha verliert das Spitzenspiel, aber mit erhobenem Haupt

SG Kurort Hartha II – Sportfreunde Dresden          25:27


Stell dir vor, es steht das Spitzenspiel der Liga an, und der MV ist nicht da. Familiäre Verpflichtungen hielten MV Kropp von der wichtigen Begegnung am Sonntag im BSZ fern und so war es an Holli und Peter, die Mannschaft zu betreuen. Kroppi war unter der Woche allerdings fleißig gewesen und hatte für einen vollen Kader gesorgt. Doch auch der Tabellenführer, die Sportfreunde Dresden, hatte sich nach seiner Niederlage in der Vorwoche sichtlich was vorgenommen und erschien in voller Stärke.    

Die „Sportis“ sind bekannt für ihre harte Abwehrarbeit und ihr temporeiches Angriffsspiel. Peter forderte daher von der 2. Mannschaft höchste Konzentration und vollen Einsatz. Ein „geiles Spiel“ sollten sie abliefern.

Die Gastgeber markierten den ersten Treffer der Partie und um es vorweg zunehmen, es sollte die letzte Führung bleiben. Die Sportfreunde glichen aus und gingen in Front. In der Folge entwickelte sich eine spannende Partie. Hartha versuchte mit bewährten Mitteln zum Torerfolg zu kommen, vernachlässigte es aber dabei, den Ball schnell zu machen. Der gut aufgelegt und bis in die Harrspitzen motivierte Torwart des Gegners tat sein übriges dazu. Die Sportfreunde hatten einen schnelleren Spielaufbau und brachten Harthas Abwehrverbund immer wieder in Verlegenheit. Harthas Bank reagierte und wechselte auf einigen Schlüsselpositionen. Neuzugang Benjamin Seipt brachte frischen Schwung in den Abwehrverbund. Dann aber gerieten die Sportfreunde in Unterzahl. Eigentlich der Moment für den Gastgeber, um den Spielverlauf zu drehen. Stattdessen baute der Gegner seine Führung weiter aus. Zu diesem Moment investierten die Gäste einfach mehr in das Spiel und wurden dafür auch belohnt – 5:8. Doch Hartha hielt dagegen und schloss auf 8:9 auf. Dann wiederholte sich das Phänomen „Überzahl“ und Hartha fiel trotz Auszeit bis zur Pause auf 10:14 zurück.

In dieser nahm man sich viel vor, aber eine frühe Zeitstrafe zu Beginn von Halbzeit zwei brachte alle aus dem Tritt. Die Gäste nutzten ihre Chance und setzten sich um weitere 3 Tore ab. Das machte sie Aufgabe für Hartha nicht unbedingt leichter. Aber sie lieferten dem Tabellenführer einen Kampf. Stück um Stück versuchten sie den Vorsprung zu verringern. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften hart geführt, wobei die Gäste sich zumindest akustisch auffälliger verhielten. Darauf reagierte das Schiedsrichtergespann häufiger als auf nonverbale Vorgänge. In der Folge wurden ähnliche Spielsituationen unterschiedlich bewertet, aber so sind der Handball und die vereinseigenen Berichterstattung. Dafür zeigte Tom Pollmer vom 7-m-Punkt eine hervorragende Quote und verwandelte alle Harthaer Strafwürfe. Und auf der anderen Seite konnte Dominik Linde einige Strafwürfe entschärfen. Die Nerven lagen blank und in den letzten Minuten schienen sich die Gastgeber für ihren aufopferungsvollen Einsatz mit zumindest einer Punkteteilung belohnen zu können. Bis auf 25:26 hatten sie sich bis dahin zurückgekämpft. Doch es sollte nicht sein. Zwei Zeitstrafen machten aus einer Über- ein Unterzahlsituation für die Kurortler und der Tabellenführer entschied mit dem letzten Tor der Partie diese mit 25:27 für sich. Zwar war die Enttäuschung erstmal groß aber betrachtet man den Spielverlauf insgesamt, dann geht der Sieg für die Sportfreunde in Ordnung. Ein mangelhaftes Überzahlverhalten und so viele Fehlwürfe kann man sich nicht leisten, wenn man eine solche Partie gewinnen will. Aber der Einsatz und die Moral haben zum Ende gestimmt.

In der nächsten Begegnung gegen den TSV Dresden-Bühlau gibt es die Chance, zumindest den zweiten Tabellenplatz zurück zu erobern.    




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