In Lauerstellung

HSG Weißeritztal - SHV Oschatz          27:24


Der nächste Tabellenführer stürzt bei Weißeritztal. Diesmal zieht Oschatz den Kürzeren.    

Nach den Wochen der Wahrheit mit gleich mehreren direkten Duellen des Spitzenquartetts der Handballbezirksliga ist eine Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg ausgeblieben. Den aktuellen Ligaprimus Sportfreunde 01 Dresden und das vierplatzierte Oschatz trennt nur ein Punkt. Und mittendrin steht auf Rang zwei die HSG Weißeritztal. Das Team von Michael Kühn hat eine Woche nach dem Sieg gegen die Sportfreunde nun mit Oschatz den nächsten Tabellenführer gestürzt. Der bisherige Spitzenreiter unterlag in Freital mit 24:27 gegen Gastgeber Weißeritztal.


Die Handballfrauen der HSG waren gut ins Spiel gekommen, führten nach acht Minuten und drei verwandelten Strafwürfen 5:1. Doch danach gerieten die Weißeritztaler Angriffswellen ins Stocken. Die Gäste aus Nordsachsen glichen zum 5:5 aus (12.).

Im Aufbau zeigte die HSG zu wenig Bewegung, es fehlten Ideen. Über Einzelaktionen gelangen dennoch Treffer. Und die Abwehr der Gastgeberinnen stand recht gut. Nach jeweils zwei Auszeiten auf beiden Seiten blieb es ein Hin und Her. Über die Spielstände 9:9 (23.) und 11:11 (26.) konnte kein Team davonziehen. Vier Minuten vor der Pause wurde HSG-Torfrau Sophia Manthey eingewechselt. Sie hielt in der Folge mehrere Bälle, und ihre Mitspielerinnen konnten zudem in der Abwehr abgefangene Bälle mit schnellen Gegenstößen im Oschatzer Kasten unterbringen. Die mit fünf Treffern erfolgreichste HSG-Spielerin Manja Schulze und Spielmacherin Annelie Angermann mit drei Treffern in Serie ließen den Vorsprung zur Pause bis auf 16:12 anwachsen.

Nach dem Seitenwechsel blieb es beim Auf und Ab. Schrittfehler und Fehlwürfe prägten das Spiel. Obendrein bekam Weißeritztal die linke Angriffseite der Oschatzer mit Topspielerin Anne Lehmann (zehn Treffer) nicht richtig in den Griff. Doch der Vorsprung der HSG hielt. Nach 38 Minuten stand es 19:15. In der Folge vermochten es beide Teams nicht, von Überzahlsituationen zu profitieren. Vor allem Oschatz nutzte nach dem 23:25 (53.) in Überzahl seine Chancen nicht, um weiter zu verkürzen.


Vier Minuten vor Schluss bekamen die Gäste nach einem Offensivfoul erst eine Zeitstrafe aufgebrummt. Als es deshalb auf deren Bank Proteste gab, musste Oschatz fast zwei Minuten mit vier gegen sechs HSG-Feldspielerinnen anlaufen. Die Partie war gelaufen. „Wir hatten etwas Probleme mit der Deckung von Oschatz und trafen über die Außen nicht so oft“, sagt Kühn. „Doch wir sind nicht eingebrochen, die Siebenmeterquote war gut – wir haben verdient gewonnen.“ Es sei ein guter Jahresabschluss gewesen. Und Weißeritztal lauert.


Übrigens: Wenn die Saison jetzt zu Ende wäre, würde Weißeritztal aufsteigen. Doch erst nachdem alle Spiele absolviert sind, zählt der direkte Vergleich zwischen punktgleichen Teams, so Spielleiter Roberto Winkelmann. Die HSG wäre dank ihrer mehr erzielter Tore in den Duellen gegen die punktgleichen Teams von Dresden und Pirna/Heidenau derzeit Erster. Abgerechnet wird aber erst zum Schluss.    




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