Pflichtaufgabe ohne Glanz erfüllt

ESV Dresden III : SG Kurort Hartha I     24:28

 

Am Samstagnachmittag stand für die erste Männermannschaft der SG zur Abwechslung eine Pokalpartie auf dem Programm. In der zweiten Runde des Bezirkspokals mussten die Männer von Trainergespann Neumann/Wunsch nach Dresden und trafen in der altehrwürdigen Lok-Sporthalle am Emerich-Ambros-Ufer auf die Drittvertretung des ESV Dresden, die mit drei Siegen sehr erfolgreich in ihre Kreisligasaison gestartet ist. Auch ohne das Vorhandensein von Trainer Robert Neumann war klar, welch schwierige Aufgabe uns bevorstand, hatte man doch bereits im letztjährigen Pokaljahr erhebliche Mühe sich gegen die erfahrenen Dresdner durchzusetzen und musste die Hürde über die Verlängerung meistern.    

Auch in diesem Jahr hieß es wieder „Alt“ gegen „Jung“ bzw. Erfahrung gegen modernes Handballspiel. Das dies zu einem klaren Vorteil für eine Mannschaft werden könnte, zeigte sich nur stellenweise und auch nicht so, wie man es sich auf der hart´schen Seite vorgestellt hatte. Doch dazu erst im späteren Verlauf.

 

Aufgrund dessen, dass es die SG Kurort Hartha zum zweiten Mal in Folge verweigerte seine zweite Mannschaft ebenfalls im Pokalwettbewerb anzumelden, konnte man aus den Vollen schöpften und stockte den Kader mit Torhüter Rico Kühn, der sich seine Nominierung aufgrund der zum Teil überragenden Leistungen in der abgelaufenen Saison redlich verdiente und Rechtsaußen Stefan Michel, der berufsbedingt vor dieser Spielzeit aus der ersten Mannschaft zurückgetreten ist, auf.

 

Nach einer kurzen Ansprache von Trainer Wunsch, der seinen Männern die Marschroute fürs Spiel noch einmal einimpfte und vor allem auf den Schnelligkeits- und Konditionsvorteil verwies, begann Hartha dann die Erwärmung unter Leitung von Dominik Linde. Die Spielvorbereitung der Gastgeber sah da schon etwas anders aus und bestand hauptsächlich darin, dass bis zu Spielbeginn alle Mann sukzessive eintrudelten, sodass sich die Erwärmung einiger Spieler des ESV bis in die Anfangsminuten des Spiels verlagerte. Dementsprechend startete die Partie. Hartha begann druckvoll aus einer stabilen Abwehr heraus und konnte mit schnellem Umkehrspiel einfache Tore erzielen. So erarbeitete man sich gleich in den ersten Minuten einen beruhigenden Vorsprung von 5-1. Das Zusammenspiel der Gastgeber fand zu Beginn kaum statt, sodass vor allem der gegnerische Linkshalbe sich vorsuchte über Einzelaktionen seine Mannschaft im Spiel zu halten, was allerdings auch nur mäßig Erfolg brachte. Hartha hielt das Tempo weiter hoch und baute seine Führung bis zur 15. Spielminute bis auf 11-5 aus. Es war eigentlich nur noch die Frage, wie hoch der Sieg der SG ausfällt, wenn man sich den Spielverlauf bis dahin betrachtete.

 

Allerdings zeigte sich wie in der Vergangenheit so oft, dass man mit dem Gefühl des sicheren Sieges im Rücken, den einen oder anderen Nachlässigkeitsfehler zu viel im Spielaufbau der Hartha-Sieben feststellen musste. Durch zahlreiche Ballverluste infolge von Fangfehlern, einer zum Teil überhasteten Spielweise und einigen Fehlwürfen vermied man es frühzeitig das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Auch die erfahrenen Mannen aus Dresden kämpften sich so langsam in die Partie und wussten vor allem durch Spiel über den Kreisläufer zu überzeugen. Hartha versuchte mit Spielerwechseln frischen Wind in die Angriffszüge zu bekommen, ein Erfolg stellte sich vorerst nicht ein. Der Vorsprung blieb mit 4 Toren dennoch komfortabel.

 

Die Halbzeitansprache muss allerdings gefruchtet haben, brannten die Männer mit Wiederbeginn des 2. Spielabschnitts regelrecht ein Feuerwerk ab. Nach 35min stand es 20-11.Die Partie war entschieden, dachte man! Was danach geschah, kann man fast nicht in Worte fassen. Bei Hartha klappte gar nichts mehr. Fehler über Fehler sowie nicht zielführende Einzelaktionen bestimmten das Spielgeschehen auf Seiten der Harthaer, sodass es den körperlich gut gegenhaltenden Gastgebern nicht schwer fiel, die Abwehr zu verriegeln und im Angriff konzentriert Tor für Tor aufzuholen.

 

Nach einer Dreiviertelstunde thronte nur noch 23-22 für uns an der Anzeigetafel, das Spielgeschehen schien endgültig zu kippen. Parallelen zur vergangenen Saison spukten bereits wieder in den Spielerköpfen, wollte man doch eine erneute Verlängerung unbedingt vermeiden.

Gerade noch rechtzeitig in diesem Spiel konnten die Männer von Trainer Wunsch den Hebel umlegen und zogen den Gastgebern mit 2 schnellen Toren den Zahn. Diesen Vorsprung ließ sich die Truppe nicht mehr nehmen. Letztendlich endete die Partie mit 28-24. Das Ziel wurde erfüllt, indem die SG in die nächste Runde eingezogen ist. Der Weg bis dahin wirft sicher einige Fragen auf, die es gilt in dieser Trainingswoche zu bekämpfen, um auch das nächste Bezirksligaspiel am kommenden Sonntag gegen Heidenau (Start: 17Uhr im BSZ Freital) siegreich zu gestalten.

In der 3. Runde des Pokalwettbewerbs wartet mit der Zweitvertretung des Radebeuler HV der letztjährige Pokalfinalist. Das Spiel wird am 13.12.2014 um 16 Uhr in Radebeul ausgetragen.




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